Caritas Manila: Soforthilfe für Taifunopfer

Während andere Hilfsorganisationen noch keinen Zugang zu den Betroffenen Regionen hatten, konnte die Caritas schon helfen. Wiedereinmal bewährt sich das kirchliche Caritas-Netzwerk.

IMG_0224.jpg by Caritas international
IMG_0224.jpg, a photo by Caritas international on Flickr.

Eigentlich ist es bei jeder Katastrophe das gleiche Bild: Kirchliche Hilfskräfte der Caritas sind die ersten und wichtigsten Katastrophenhelfer vor Ort. So auch bei der neuesten Naturkatastrophe, dem Taifun „Haiyan“ auf den Philippinen.Was mich bei alledem so aufregt: Rund um die Vorgänge in Limburg wurde die Katholische Kirche immer wieder mit Spott und Häme überzogen. Insbesondere wurde Kritik am Umgang mit dem Geld geäußert, zur Blockade von Spendensammlungen aufgerufen usw.. Ich kann und will nicht kommentieren, was in Limburg wirklich passiert ist, aber ich weiß eines: Alle diejenigen, die so laut schreien und sich aufregen sollen genauer hinschauen: Die Kirche unterhält als wohl größter „Global Player“ tatsächlich ein weltweites Netz der Solidarität mit effektiver, aber oft stiller Hilfe auf der Seite der Armen! In der Berichterstattung der Fernsehnachrichten sind aufwändig verladene Hilfspaletten, die um den halben Globus geflogen werden jedoch viel telegener, als die effektive Hilfe vor Ort!

Wie auf der Internetseite von Caritas International in Freiburg nachzulesen war, konnten die Caritas-Partner mit Unterstützung des internationalen Caritasnetzwerks insgesamt Katastrophenhilfen für rund 500.000 Menschen leisten. Fieberhaft laufen wohl immer noch die Verteilungen von Nahrungsmittel, Plastikplanen, Wasser, Küchen- und Hygieneartikel, Notunterkünfte und  Wasserreinigungstabletten. Des Weiteren versorgt die Caritas  Menschen mit Nahrungsmitteln, die sich an den Aufräumarbeiten und an den Nothilfe-Verteilaktionen beteiligen.

Die schnelle Hilfe schon direkt nach dem Taifun war möglich, da die Caritas über Lagerbestände aus der Katastrophenvorsorge verfügen konnte, die bereits vor Ort war, als die internationale Hilfe noch keinerlei Zugang zu der betroffenen Region hatte. Man hatte – vor allem mit Hilfe der Caritas USA – bereits vor der Katastrophe mit der Hilfe begonnen. Im Gegensatz zu Erdbeben oder anderen Katastrophen hatte der Wetterbericht immerhin einen Sturm mit nie dagewesenen Dimensionen bereits eine Woche vorher angekündigt.

Die Hilfen der Caritas Philippinen

Die Hilfsbereitschaft auf den Philippinen selbst ist überaus groß. Die Caritas Philippinen hat einen Solidaritäts- und Spendenaufruf zugunsten der Opfer des Taifuns Haiyan an alle 86 Diözesen des Landes geschickt. „In den vergangenen drei Wochen, hatten wir ein schweres Erdbeben und drei Taifune, die jede Insel des Archipels in Mitleidenschaft gezogen haben. Und trotzdem hat eine Welle der Hilfsbereitschaft eingesetzt, die noch immer anhält“, stellt Jo Ignacio, die Katastrophenhilfe-Koordinatorin der Caritas erfreut fest. „Selbst die Diözese Talibon in Bohol, wo die Folgen des Erdbebens am schlimmsten sind, hat bei uns angefragt, wohin sie ihre Spenden für Leyte schicken soll!

Bereits wenige Tage nach dem Tropensturm ist ein Team von Caritas international aus Freiburg in der am stärksten betroffenen Region um Tacloban angekommen. Sie unterstützen die lokalen Diözesan- und Caritaspartner, die unmittelbar nach dem Taifun am 8. November Erste Hilfen leisten konnten. Zu dem Team von Caritas international gehören drei erfahrene Experten in der Katastrophenhilfe, die sowohl fundiertes Know-how als auch die Zusicherung für weitere Hilfslieferungen und tatkräftige Unterstützung im Gepäck haben.

Caritas international hat inzwischen – auch dank der vielen Spendeneingänge – ihre unmittelbaren Nothilfen auf 1,8 Million Euro aufgestockt. Geplant ist darüber hinaus langfristige Hilfe beim Wiederaufbau für die kommenden drei Jahre.

Die Hilfen von Caritas international

Die Großlieferung von 27.000 Zeltplanen mit Montageseilen, die Caritas international letzte Woche aus China geordert hat, ist inzwischen angekommen und wird nun in die entlegenen Katastrophengebiete transportiert.

Da auf den lokalen Märkten kein Nachschub mehr vorhanden war, wurde ein kompletter Jumbo-Flug in China beladen, der schließlich Cebu erreicht hat. Nach neueren Informationen sind weitaus mehr Menschen obdachlos geworden, als zunächst angenommen. Die UN-Organisation OCHA geht von etwa vier Millionen Menschen aus, die ihr Zuhause verloren haben.

Gemeinsam mit  mehreren philippinischen Partnerorganisationen und der philippinischen Caritas konzentrieren sich die Hilfen auf die Versorgung mit Notunterkünften, Lebensmitteln, Haushaltsgegenständen und medizinischer Hilfen.

Quelle: Internetseite von Caritas International. Caritas international ist das Hilfswerk der deutschen Caritas und gehört zum weltweiten Netzwerk der Caritas mit 165 nationalen Mitgliedsverbänden.

Noch ein neuer Blog?

Jetzt habe ich mich also auch entschlossen einen Blog einzurichten und meinen Senf abzugeben. Warum? Wenn ich das wüsste! Hello World! Die ganze Welt wartet darauf, meine Kommentare zu lesen, zu hören, zu sehen. Ich wußte das schon immer. Deshalb blogge ich jetzt. Privat und nicht dienstlich.

Oder sagen wir mal: Ich habe es vor. Aber es gibt tagtäglich Dinge, die mich ärgern, die mich berühren und betroffen machen, aber auch die mich freuen und die ich deshalb loswerden möchte: Aus Gesellschaft, Politik und Kirche. Ich will das ganz persönlich tun. Ich will meine Meinung sagen. Weil ich als Christ dazu berufen bin, mich einzumischen.

Ich wähle dazu das Format des Tagebuchs. „Liebes Tagebuch, was ich Dir schon immer mal sagen wollte“… Oder war das nicht ursprünglich mal die Idee eines Blogs? Web-Log, Internet-Tagebuch. Sagt nur keiner mehr. Also: auf geht´s.